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diakonisch arbeiten 2019

Die verlorene Kindheit

Kindheitsspuren aus der (Nach-)Kriegszeit
Donnerstag, 20. Februar 9-15 Uhr Friedrich Scherrer

Sie begegnen in Ihrer Arbeit älteren Menschen, deren Kindheit in der Kriegs- und Nachkriegszeit liegt. Bis heute leiden sie möglicherweise an körperlichen und seelischen Problemen, die im Zusammenhang mit der frühen Prägung in ihrer Kindheit stehen. Oft war es ihnen kaum möglich, ein gesundes Empfinden für ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu entwickeln. Sie mussten funktionieren in der Kriegs- und Nachkriegszeit.

Wie können wir mit den tief sitzenden Erinnerungen und den damit verbundenen Gefühlslagen älterer Menschen umgehen, sie verstehen und ihnen gerecht werden?

Vor dem spezifischen biographischen Hintergrund werden die Problemlagen, Sensibilitäten, Konflikte und auch Chancen im Umgang mit älteren Menschen thematisiert und anhand praktischer Beispiele erläutert. Ziel wird sein, ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse und Ausdrucksweisen älterer Menschen zu gewinnen.

Durch unbekanntes Land

Sterbebegleitung bei Menschen mit Demenz
Freitag, 28. Febr., 9-13 Uhr Christiane Pröllochs und T. Rothe

Menschen mit Demenz bedürfen in ihrer letzten Lebensphase der achtsamen Zuwendung anderer Menschen in besonderer Weise. Wo sie liebevoll umsorgt werden und sich die Begleitenden an ihren Bedürfnissen orientieren, können sie auch in fortgeschrittenen Stadien der Demenz und im Sterben Ruhe und Geborgenheit finden.

In dieser Fortbildung werden Sie Ansätze kennen lernen zur bedürfnisgerechten Versorgung und Begleitung von Menschen mit schwerer Demenz  in ihrer letzten Lebensphase. Dies geschieht auf Grundlage des ganzheitlichen Konzepts von Palliative Care. Ebenso werden Ihnen Basisinformationen zur Demenzerkrankung und dem Umgang mit Betroffenen vermittelt.

FreiRäumen

In der Überfülle das Wesentliche entdecken
Mittwoch, 11. März, 9-13 Uhr Anette Cordes und Thomas Rothe

Sowohl beruflich als auch privat leben wir mit einer Fülle von Terminen aus Aufgaben und Möglichkeiten. Die unterschiedlichen Anforderungen, auf die wir reagieren, konkurrieren miteinander und drohen uns zu überfordern. Wir haben dann vielleicht den Eindruck, nicht mehr zu uns selbst und unseren grundsätzlichen Anliegen durchzudringen.

Doch was ist überhaupt das Wesentliche für mich in meinem Arbeits-Alltag? Welche Schwerpunkte kann ich selber setzen? Was gibt Raum und Weite für Handlungsspielräume? Was unterstützt mich bei der Suche nach Prioritäten? Was also kann ich lassen und wie kann ich mit dieser Entscheidung gelassen umgehen?

Die Fortbildung soll dazu helfen, mit einem liebevollen Blick auf den Arbeitszusammenhang und Alltag zu schauen und selbstwirksam der Frage nach den Schwerpunkten im eigenen Leben und Arbeiten nachzugehen.

Ruhe im Sturm

Widerständen und Krisen begegnen können
Mittwoch, 22. Apr., 9-13 Uhr Anette Cordes und Thomas Rothe

Krisen, belastende Lebensumstände und schwierige Arbeitsbedingungen können uns aus dem Gleichgewicht bringen. Oftmals werden dabei Kräfte gebunden, die wir an anderer Stelle vermissen.

Mit dem Begriff der Resilienz („Widerstandsfähigkeit“) kommt zum Ausdruck, was wir im Bild des sturmerprobten Baumes sehen, der seine Wurzeln tiefer und fester wachsen lässt, um sich zu erden und dem Sturm standhalten zu können.

In diesem Seminar gehen wir der Frage nach, was uns erdet und wie wir unsere ganz persönlichen Wurzeln stärken können. Ziel ist es, die eigene Widerstandskraft gegenüber Krisen zu stärken und eine lösungsorientierte Grundhaltung zu fördern.

www.die-sache-mit-Gott.de

Im 21. Jahrhundert von Gott reden
Mittwoch, 29. Apr., 9-16 Uhr Friederike Jordt und Thekla Röhrs

Längst ist es nicht mehr selbstverständlich, im christlichen Glauben Sinn und Geborgenheit zu finden. Wer etwa im Pflegealltag Menschen leiden sieht, dem mag sich die Frage aufdrängen: Wie sind alle diese Schmerzen, wie sind schwere Schicksale mit dem Glauben an einen liebenden Gott vereinbar?

Nachrichten von Gewalttaten, die mit einer (auch christlichen) Religion begründet werden, lassen fragen: führen Religionen nicht eher zu Krieg, Gewalt und Intoleranz als zu einem friedlichen Leben miteinander?

Und doch haben viele Menschen Sehnsucht danach, in ihrem Leben und ihrer Arbeit Sinn zu finden. Manch einer sehnt sich nach einer Idee von etwas, das über die Grenzen des eigenen Lebens und Tuns hinaus trägt. Oft begleitet die Frage nach Sinn und Ziel des Lebens den eigenen Arbeitsalltag.

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Gedanken und Vorstellungen. Doch es ist auch mühsam, dafür in einem fordernden Alltag und inmitten von vielen Vorstellungen und Angeboten Worte zu finden. Kann der christliche Glaube dabei - trotz und mit vielen Anfragen- helfen? Welche Überzeugungen und Gedanken sind im Laufe der Zeit in mir gereift?

In diesem Seminar werden Sie eingeladen, frei von Bewertung oder missionarischem Eifer Ihrem Glauben - auch mit Zweifeln und Fragen - auf die Spur zu kommen.

Leben ist kostbar

Mut finden, die eigene Endlichkeit zu thematisieren
Mittwoch, 13. Mai, 9-16 Uhr Heike Scherer und Thomas Rothe

Was können wir von Sterbenden lernen? Sie arbeiten mit Menschen, die an einer lebensverkürzenden Krankheit leiden oder sterben. Das berührt eigene Fragen und Befürchtungen und auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit. Im Arbeitsalltag gibt es nicht ausreichend Raum dafür, insgesamt fehlt es verständlicherweise oft an Mut dazu.

Vielleicht erleben Sie aber auch, wie beeindruckend es ist, wenn Menschen den Mut aufbringen, der Endlichkeit ihres Lebens ins Gesicht zu sehen und dabei erkennen, was für sie das Wesentliche ist. Diese Erfahrungen möchten wir in der Fortbildung als Ermutigung nutzen, sich auch ohne konkreten Anlass mit dem Thema persönlich auseinanderzusetzen.

Die Fortbildung richtet sich an alle, die sich in einer vertrauensvollen Atmosphäre und soweit jeder und jede mag, mit der Endlichkeit des eigenen Lebens auseinander setzen wollen – ohne dass dazu ein konkreter Anlass bestehen muss. Auf sensible und kreative Weise wird dabei ein dreifaches Ziel angestrebt: 1 Die Angst vor dem Tabu „Sterben und Tod“ abbauen und darüber sprechen können. 2 Das eigene Leben schätzen und das ehren, was darin Priorität haben soll. 3 Für den beruflichen Umgang mit Schwersterkrankten und Sterbenden gestärkt werden.

”Mir fehlen die Worte”

Sich trauernden Angehörigen zuwenden können
Donnerstag, 11. Juni, 9-13 Uhr Anette Cordes und Thomas Rothe

Sterbende und ihre Angehörigen zu begleiten, gehört zu den größten emotionalen Herausforderungen im Berufsalltag von Pflege, Medizin und Betreuung. Die Angst, sich falsch verhalten zu können, macht hilflos. Allgemeingültige Trostworte helfen dem Gegenüber nicht, sondern können zusätzlich verletzen. Meist sind sie Ausdruck der eigenen Hilflosigkeit.

Ausgehend von den Erfahrungen der Seminargruppe werden wir besprechen, was in einer solch sensiblen Situation Trost und Halt geben kann. Was ist hilfreich für die Betroffenen und  was sollte besser unterlassen werden? Sie werden hilfreiche Impulse bekommen, um im Rahmen Ihrer spezifischen Profession die Bedürfnisse von trauernden Angehörigen leichter erkennen und auf sie eingehen zu können.

Moralischer Disstress

Umgang mit moralischer Belastung am Arbeitsplatz
Mittwoch, 24. Juni, 9-13 Uhr Anette Cordes und Thomas Rothe

In Ihrem Arbeitsalltag begegnen Ihnen ethische Herausforderungen, z.B. bei kollidierenden Interessen, bei der Verteilung der Ressourcen Zeit und Kraft, bei Kommunikationsproblemen, bei unbeabsichtigtem Fehlverhalten. Nicht selten bleibt bei den Akteuren ein belastender moralischer Rest zurück.

Studien haben ergeben, dass ein hohes Maß an immer wieder auftretenden moralischen Belastungen, die nicht bearbeitet werden, zur Unzufriedenheit mit dem Arbeitsplatz führen kann bis hin zum Berufswechsel. Neben der Burnoutgefahr ist eine weitere Gefahr der Coolout, d.h. die abnehmende Bereitschaft, ethische Probleme zu benennen und Verantwortung zu übernehmen.

In dieser Fortbildung können Sie sich über die Auslöser und Risikofaktoren informieren und im kollegialen Austausch auf Grundlage eigener Erfahrungen, Strategien zur Stärkung Ihrer moralischen Resilienz entwickeln.

Abschied nehmen - Abschied geben

Verstorbene verabschieden und segnen
Dienstag, 8. Sept., 9-13 Uhr Thekla Röhrs und Thomas Rothe

Begegnungen mit Sterbenden, ihren Angehörigen und mit dem Tod können sprachlos machen und tragen zugleich Momente tiefer Spiritualität in sich. Rituale können dem Erlebten einen angemessenen Ausdruck verleihen und ein Segen sein in schweren Stunden. Abschied und Abschiednehmen kann in diesem Raum geborgen und aufgehoben werden. Verstörendes kann seinen Raum bekommen, Hoffnung und Zuwendung können Worte finden. Es können heilsame Bilder entstehen, die womöglich in der ganzen Trauerzeit von Bedeutung sein werden.

Wir möchten Ihnen Mut machen, Rituale wiederzuentdecken und sie mit eigenen oder geliehenen Worten zu füllen. Sie werden Gesten kennenlernen, mit der diese besonderen Situationen an einen höheren Sinn des Lebens rückgebunden werden können. Zugleich wird es Gelegenheit geben, der eigenen Spiritualität ein wenig auf die Spur zu kommen.

Wir möchten  mit Ihnen Möglichkeiten erkunden, wie Sie in Ihrem Beruf im Angesicht von Sterben und Abschied handlungsfähig werden für einen Abschiedsgestus.

Hochachtungsvoll

Sich und die eigene Arbeit wertschätzen
Donnerstag, 8. Okt., 9-13 Uhr Anette Cordes und Thomas Rothe

In Ihrem Beruf leisten Sie Beziehungsarbeit. Sie möchten anderen Menschen mit Wertschätzung begegnen. Gleichermaßen bedeutsam ist die Wertschätzung der eigenen Person und der eigenen Tätigkeit. Ansonsten droht ein Ausverkauf der eigenen Kräfte, im schlimmsten Fall ein Burnout.

Wie können Fürsorge und Selbstsorge in ein gesundes Gleichgewicht kommen? Wo suche und wo finde ich Bestätigung von außen? Welche Selbstwertschätzung finde ich in mir? Was gibt mir das sichere Gefühl, dass es Sinn macht, diesen Platz auszufüllen? Wie kann ich Durststrecken durchstehen, ohne am eigenen Wert zu zweifeln?

Die Fortbildung soll Sie darin stärken, den eigenen Wert und den Wert Ihrer beruflichen Leistung schätzen und achten zu lernen.

Kalt erwischt

Gespräche mit Krebspatienten im Stationsalltag
Mittwoch, 28. Okt., 9-13 Uhr Susanne Lucke und Thomas Rothe

In Ihrem Arbeitsalltag auf Station begegnen Ihnen Menschen mit einer onkologischen Erkrankung, evtl. mit einer lebensverkürzenden Perspektive. Unerwartet werden Sie mit Sorgen und Ängsten konfrontiert, mit Fragen nach verbleibender Lebenszeit oder Sinnhaftigkeit. Das kann hilflos und sprachlos machen und als belastend empfunden werden. Unerwartet können dabei auch eigene Grenzen berührt werden.

In dieser Fortbildung werden Sie über Bewältigungsstrategien informiert. Wir werden in einen Austausch kommen über Fragen der inneren Haltung sowie der Gestaltung von Begegnungen mit Krebspatienten auch angesichts knapper zeitlicher Ressourcen. Ziel der Fortbildung ist es, dass Sie sich informiert und sicherer auf Gespräche über existentielle Themen angesichts der Diagnose Krebs einlassen können.

Mein Umgang mit Tod und Trauer

Beruflich mit Sterbenden in Berührung sein
Dienstag, 24. Nov., 9-16 Uhr Anette Cordes und Thomas Rothe

Wer beruflich mit Sterbenden und Verstorbenen in Berührung kommt, kann auch bei sich selber Gefühle der Trauer erleben. Mitarbeitende in Pflege, Medizin oder sozialem Dienst müssen mit Spuren umgehen, die das (häufige) Sterben von Patienten und Bewohnern bei ihnen hinterlassen. Nicht selten berührt der berufliche Umgang mit Sterbenden auch die Trauer um den Verlust eines eigenen Angehörigen.

In dieser Fortbildung können Sie Unterstützung für den eigenen Verarbeitungsprozess bekommen. Das Seminar soll Ihnen helfen, sich Ihrer Empfindungen bewusst zu werden, wenn Patienten oder Bewohner sterben. Wir werden Ihnen die vier Bilder der Trauergezeiten vorstellen, die die Trauertherapeutin Ruthmarijke Smeding entwickelt hat. Auch wird es Gelegenheit geben, sich mit eigenen Vorstellungen und Bildern von Tod und Sterben zu befassen.

 

Quellen der Kraft 2020
Meditative Angebote im Evangelischen Diakonissenmutterhaus Bremen

Ruhiger Geist und weites Herz

Einführungskurs Meditation mit Stille und Klang
4x montags, wöchentlich ab 8. Juni, 17-18 Uhr Leo Morgentau

Zugang finden zu der uns innewohnenden göttlichen Natur. Achtsamkeitsübungen werden kombiniert mit wiederholendem Singen (Taizé, Hagios, Mantren), sowie 10-20 min im Sitzen. Dabei wollen wird angestrebt, Herz und Geist auszurichten.

Körpergebet und Tanz

Workshop
Samstag, 11. Juli, 11.00-14.15 Uhr Anna-Maria Lucas

Aus der Stille in den Tanz und aus dem Tanz in die Stille werden wir eingeladen in einen Raum für das Einfachsein vor Gott. Innehalten, Meditation und Körpergebet können in das eigene Tanzen einfließen. Es ist keine tänzerische Vorerfahrung nötig.

Das gute Herz wecken - für sich und die Welt

Einführungskurs Meditation der „liebenden Güte“
4x montags, wöchentlich ab 21. Sept., 17-18 Uhr Leo Morgentau

Offenheit und Güte wünschen sich viele Menschen - für sich und andere. Die einfachen Übungen betonen universelle Qualitäten und sind für Menschen unabhängig ihrer Religion zugänglich. Auf eine Einführung folgen jeweils 2x 20 min im Sitzen zur Ausrichtung.