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diakonisch arbeiten 2019

Ruhe im Sturm

Widerständen und Krisen begegnen können
Krisen, belastende Lebensumstände und schwierige Arbeitsbedingungen können uns aus dem Gleichgewicht bringen. Oftmals werden dabei Kräfte gebunden, die wir an anderer Stelle vermissen.
Mit dem Begriff der Resilienz („Widerstandsfähigkeit“) kommt zum Ausdruck, was wir im Bild des sturmerprobten Baumes sehen, der seine Wurzeln tiefer und fester wachsen lässt, um sich zu erden und dem Sturm standhalten zu können.
In diesem Seminar gehen wir der Frage nach, was uns erdet und wie wir unsere ganz persönlichen Wurzeln stärken können. Ziel ist es, die eigene Widerstandskraft gegenüber Krisen zu stärken und eine lösungsorientierte Grundhaltung  zu fördern.

Seminarleitung: Thomas Rothe und N.N.
Mittwoch, 16. Januar, 9 bis 13 Uhr
Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus


Was am Ende gut tut

Sensible Begleitung sterbender Menschen
In Ihrem Arbeitsalltag kommen Sie mit sterbenden Menschen in Berührung und begleiten sie. Knappe Zeitressourcen konkurrieren mit Ihrem Wunsch, sterbenden Menschen und ihren Bedürfnissen gerecht  zu werden.
Vor dem Hintergrund der Konzepte Hospiz und Palliative Care beschäftigen wir uns mit der Frage, was sensible Sterbebegleitung bedeutet. Was brauchen sterbende Menschen? Was können wir dazu beitragen, ihnen in der letzten Lebensphase eine möglichst hohe Lebensqualität zu ermöglichen?  
Das Seminar gibt Raum für Erfahrungen, Austausch und Fragen. Darüber hinaus wird es fachliche Informationen, Impulse und praktische Hinweise beinhalten, die in Ihrem konkreten Arbeitsfeld weiterhelfen und auch angesichts knapper Zeitressourcen umgesetzt werden können.

Seminarleitung: Christiane Pröllochs und Thomas Rothe
Freitag, 22. Februar, 9 bis 13 Uhr
Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus
 

Hochachtungsvoll

Sich und die eigene Arbeit wertschätzen
In Ihrem Beruf leisten Sie Beziehungsarbeit. Sie möchten anderen Menschen mit Wertschätzung begegnen. Gleichermaßen bedeutsam ist die Wertschätzung der eigenen Person und der eigenen Tätigkeit. Ansonsten droht ein Ausverkauf der eigenen Kräfte, im schlimmsten Fall ein Burnout.
Wie können Fürsorge und Selbstsorge in ein gesundes Gleichgewicht kommen? Wo suche und wo finde ich Bestätigung von außen? Welche Selbstwertschätzung finde ich in mir? Was gibt mir das sichere Gefühl, dass es Sinn macht, diesen Platz auszufüllen? Wie kann ich Durststrecken durchstehen, ohne am eigenen Wert zu zweifeln?
Die Fortbildung soll Sie darin stärken, den eigenen Wert und den Wert Ihrer Arbeitsleistung schätzen und achten zu lernen.

Seminarleitung: Thomas Rothe und N.N.
Mittwoch, 13. März, 9 bis 13 Uhr
Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus


Leben ist kostbar

Mut finden, die eigene Endlichkeit zu thematisieren
Sie arbeiten mit Menschen, die an einer lebensverkürzenden Krankheit leiden oder sterben. Das berührt eigene Fragen und Befürchtungen und auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit. Im Arbeitsalltag gibt es nicht ausreichend Raum dafür, insgesamt fehlt es verständlicherweise oft an Mut dazu.
In der Begleitung von Patienten, Bewohnern oder Gästen erleben Sie jedoch, wie hilfreich und beeindruckend es ist, wenn Menschen den Mut aufbringen, der Endlichkeit ihres Lebens ins Gesicht zu sehen. Diese Erfahrungen möchten wir in der Fortbildung als Ermutigung nutzen, sich auch ohne konkrete Anlass mit dem Thema persönlich auseinanderzusetzen.
Die Fortbildung richtet sich an alle, die sich in einer vertrauensvollen Atmosphäre und soweit jeder und jede mag, mit der Endlichkeit des eigenen Lebens auseinander setzen wollen – ohne dass dazu ein konkreter Anlass bestehen muss. Auf sensible und kreative Weise wird dabei ein dreifaches Ziel angestrebt: 1 Die Angst vor dem Tabu „Sterben und Tod“ abbauen und darüber sprechen können. 2 Das eigene Leben schätzen und das ehren, was darin Priorität haben soll. 3 Für den beruflichen Umgang mit Schwersterkrankten und Sterbenden gestärkt werden.
Seminarleitung: Heike Scherer und Thomas Rothe
Mittwoch, 8. Mai, 9 bis 16 Uhr
Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus


Mitgefühlserschöpfung

Indirekte Traumatisierung und ihre Folgen
Ihre Empathiefähigkeit stellt eine wesentliche Kompetenz im Umgang mit Patientinnen und Patienten dar. Die Arbeit mit Menschen in Extrem- und Notfallsituationen kann deshalb umso schmerzhaftere Spuren hinterlassen. Mit ihrem Einfühlungsvermögen sind Helfende verletzbar bis hin zur indirekten oder sekundären Traumatisierung. Das können emotionale und körperliche Belastungen sein, die auch über längere Zeiträume anhalten. Zudem kann sich eine Mitgefühlserschöpfung (Compassion Fatigue) einstellen.
In der Fortbildung werden Zusammenhänge erläutert, deren Kenntnis Grundlage für den Selbstschutz ist . Gemeinsam mit Ihnen werden wir präventive Schutzmöglichkeiten erarbeiten. Dabei stellen wir Ihnen das ABC der Selbstfürsorge vor. Hierbei gilt es, Selbstschutz zu stärken, Empathiefähigkeit zu erhalten und beides in ein Gleichgewicht zu bringen.  
Seminarleitung: Monika Wirthle und Thomas Rothe  
Mittwoch, 5. Juni, 9.00 – 13.00 Uhr  
Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus


„Mir fehlen die Worte“

Sich trauernden Angehörigen zuwenden können
Sterbende und ihre Angehörigen zu begleiten, gehört zu den größten emotionalen Herausforderungen im Berufsalltag von Pflege, Medizin und Betreuung. Die Angst, sich falsch verhalten zu können, macht hilflos. Allgemeingültige Trostworte helfen dem Gegenüber nicht, sondern können zusätzlich verletzen. Meist sind sie Ausdruck der eigenen Hilflosigkeit.
Ausgehend von den Erfahrungen der Seminargruppe werden wir besprechen, was in einer solch sensiblen Situation Trost und Halt geben kann. Was ist hilfreich für die Betroffenen und  was sollte besser unterlassen werden? Sie werden hilfreiche Impulse bekommen, um im Rahmen Ihrer spezifischen Profession die Bedürfnisse von trauernden Angehörigen leichter erkennen und auf sie eingehen zu können.

Seminarleitung: Birgit Wille und Thomas Rothe
Dienstag, 25. Juni, 9 bis 13 Uhr
Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus


Abschied nehmen – Abschied geben

Verstorbene verabschieden und segnen
Begegnungen mit Sterbenden, ihren Angehörigen und mit dem Tod können sprachlos machen und tragen zugleich Momente tiefer Spiritualität in sich. Rituale und Riten können dem Erlebten einen angemessenen Ausdruck verleihen und ein Segen sein in schweren Stunden. Abschied und Abschiednehmen kann in diesem Raum geborgen und aufgehoben werden.

In einem Abschiedssegen am Bett eines sterbenden oder verstorbenen Menschen kann zum Schmerz etwas Tragendes und Halt Gebendes hinzutreten - für den sterbenden Menschen wie auch für die Angehörigen und auch für Sie als begleitende Fachkraft. Verstörendes kann seinen Raum bekommen, Hoffnung und Zuwendung können Worte finden. Es können heilsame Bilder entstehen, die womöglich in der ganzen Trauerzeit von Bedeutung sein werden.

Wir möchten Ihnen Mut machen, Rituale und Riten wiederzuentdecken und sie mit eigenen oder geliehenen Worten zu füllen. Sie werden Gesten entdecken, mit der diese besonderen Situationen an einen höheren Sinn des Lebens rückgebunden werden können.

In der Fortbildung werden Ihnen helfende und stärkende Gesten für den Abschied vorgestellt. Zugleich wird es Gelegenheit geben, der eigenen Spiritualität ein wenig auf die Spur zu kommen und die eigenen kulturellen Wurzeln neu zu entdecken. Außerdem möchten wir mit Ihnen Möglichkeiten und Wege erkunden, wie Sie in Ihrem Beruf im Angesicht von Sterben und Abschied handlungsfähig werden für einen Abschiedsgestus.

Seminarleitung: Thekla Röhrs und Thomas Rothe
Mittwoch, 25. September, 9.00 – 13.00 Uhr
Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus


Kalt erwischt

Gespräche mit Krebspatienten im Stationsalltag
In Ihrem Arbeitsalltag auf Station begegnen Ihnen Menschen mit einer onkologischen Erkrankung und evtl. einer lebensverkürzenden Perspektive. Unerwartet werden Sie mit Sorgen und Ängsten konfrontiert, mit Fragen nach verbleibender Lebenszeit oder Sinnhaftigkeit. Das kann hilflos und sprachlos machen und als belastend empfunden werden. Unerwartet können dabei auch eigene Grenzen berührt werden.
In dieser Fortbildung werden Sie über Abwehrmechanismen und Bewältigungsstrategien informiert. Wir werden in einen Austausch kommen über Fragen der inneren Haltung sowie der Gestaltung von Begegnungen mit Krebspatienten auch angesichts knapper zeitlicher Ressourcen. Ziel der Fortbildung ist es, dass Sie sich informiert und sicherer auf Gespräche über existentielle Themen angesichts der Diagnose Krebs einlassen können.
Seminarleitung: Susanne Lucke und Thomas Rothe
Mittwoch, 23. Oktober, 9.00 – 13.00 Uhr
Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus


Mein Umgang mit Tod und Trauer

Beruflich mit Sterbenden in Berührung sein
Wer beruflich mit Sterbenden und Verstorbenen in Berührung kommt, kann auch bei sich selber Gefühle der Trauer erleben. Mitarbeitende in Pflege, Medizin oder sozialem Dienst müssen mit Spuren umgehen, die das (häufige) Sterben von Patienten und Bewohnern bei ihnen hinterlassen. Nicht selten berührt der berufliche Umgang mit Sterbenden auch die Trauer um den Verlust eines eigenen Angehörigen.
In dieser Fortbildung können Sie Unterstützung für den eigenen Verarbeitungsprozess bekommen. Das Seminar soll Ihnen helfen, sich Ihrer Empfindungen bewusst zu werden, wenn Patienten oder Bewohner sterben. Wir werden Ihnen die vier Bilder der Trauergezeiten vorstellen, die die Trauertherapeutin Ruthmarijke Smeding entwickelt hat. Auch wird es Gelegenheit geben, sich mit eigenen Vorstellungen und Bildern  von Tod und Sterben zu befassen.

Seminarleitung: Thomas Rothe und N.N.
Mittwoch, 13. November, 9 bis 16 Uhr
Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus

Weitere Informationen

Alle Veranstaltungen finden im Andachtsraum des Ev. Diakonissenmutterhauses statt: Adelenstraße 68, 28239 Bremen.

Beruflich Pflegende erhalten Credits. Es fallen keine Teilnahmegebühren an.