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diakonisch arbeiten 2019

Abschied nehmen – Abschied geben

Verstorbene verabschieden und segnen
Begegnungen mit Sterbenden, ihren Angehörigen und mit dem Tod können sprachlos machen und tragen zugleich Momente tiefer Spiritualität in sich. Rituale und Riten können dem Erlebten einen angemessenen Ausdruck verleihen und ein Segen sein in schweren Stunden. Abschied und Abschiednehmen kann in diesem Raum geborgen und aufgehoben werden.

In einem Abschiedssegen am Bett eines sterbenden oder verstorbenen Menschen kann zum Schmerz etwas Tragendes und Halt Gebendes hinzutreten - für den sterbenden Menschen wie auch für die Angehörigen und auch für Sie als begleitende Fachkraft. Verstörendes kann seinen Raum bekommen, Hoffnung und Zuwendung können Worte finden. Es können heilsame Bilder entstehen, die womöglich in der ganzen Trauerzeit von Bedeutung sein werden.

Wir möchten Ihnen Mut machen, Rituale und Riten wiederzuentdecken und sie mit eigenen oder geliehenen Worten zu füllen. Sie werden Gesten entdecken, mit der diese besonderen Situationen an einen höheren Sinn des Lebens rückgebunden werden können.

In der Fortbildung werden Ihnen helfende und stärkende Gesten für den Abschied vorgestellt. Zugleich wird es Gelegenheit geben, der eigenen Spiritualität ein wenig auf die Spur zu kommen und die eigenen kulturellen Wurzeln neu zu entdecken. Außerdem möchten wir mit Ihnen Möglichkeiten und Wege erkunden, wie Sie in Ihrem Beruf im Angesicht von Sterben und Abschied handlungsfähig werden für einen Abschiedsgestus.

Seminarleitung: Thekla Röhrs und Thomas Rothe
Mittwoch, 25. September, 9.00 – 13.00 Uhr
Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus


Kalt erwischt

Gespräche mit Krebspatienten im Stationsalltag
In Ihrem Arbeitsalltag auf Station begegnen Ihnen Menschen mit einer onkologischen Erkrankung und evtl. einer lebensverkürzenden Perspektive. Unerwartet werden Sie mit Sorgen und Ängsten konfrontiert, mit Fragen nach verbleibender Lebenszeit oder Sinnhaftigkeit. Das kann hilflos und sprachlos machen und als belastend empfunden werden. Unerwartet können dabei auch eigene Grenzen berührt werden.
In dieser Fortbildung werden Sie über Abwehrmechanismen und Bewältigungsstrategien informiert. Wir werden in einen Austausch kommen über Fragen der inneren Haltung sowie der Gestaltung von Begegnungen mit Krebspatienten auch angesichts knapper zeitlicher Ressourcen. Ziel der Fortbildung ist es, dass Sie sich informiert und sicherer auf Gespräche über existentielle Themen angesichts der Diagnose Krebs einlassen können.
Seminarleitung: Susanne Lucke und Thomas Rothe
Mittwoch, 23. Oktober, 9.00 – 13.00 Uhr
Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus


Mein Umgang mit Tod und Trauer

Beruflich mit Sterbenden in Berührung sein
Wer beruflich mit Sterbenden und Verstorbenen in Berührung kommt, kann auch bei sich selber Gefühle der Trauer erleben. Mitarbeitende in Pflege, Medizin oder sozialem Dienst müssen mit Spuren umgehen, die das (häufige) Sterben von Patienten und Bewohnern bei ihnen hinterlassen. Nicht selten berührt der berufliche Umgang mit Sterbenden auch die Trauer um den Verlust eines eigenen Angehörigen.
In dieser Fortbildung können Sie Unterstützung für den eigenen Verarbeitungsprozess bekommen. Das Seminar soll Ihnen helfen, sich Ihrer Empfindungen bewusst zu werden, wenn Patienten oder Bewohner sterben. Wir werden Ihnen die vier Bilder der Trauergezeiten vorstellen, die die Trauertherapeutin Ruthmarijke Smeding entwickelt hat. Auch wird es Gelegenheit geben, sich mit eigenen Vorstellungen und Bildern  von Tod und Sterben zu befassen.

Seminarleitung: Thomas Rothe und N.N.
Mittwoch, 13. November, 9 bis 16 Uhr
Tagungsort: Evangelisches Diakonissenmutterhaus

Weitere Informationen

Alle Veranstaltungen finden im Andachtsraum des Ev. Diakonissenmutterhauses statt: Adelenstraße 68, 28239 Bremen.

Beruflich Pflegende erhalten Credits. Es fallen keine Teilnahmegebühren an.